Dax: Angst vor der eigenen Courage?

Der deutsche Leitindex ist nur mit leichten Kursgewinnen in die neue Börsenwoche gestartet. Dabei sollten die Bullen jetzt besser Gas geben.

Dax


Kurs

13.124,49

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Der Dax zieht zu Handelsbeginn auf Xetra 0,3 Prozent auf 13.086 Punkte an. Der erhoffte und sich vorbörslich bereits abzeichnende Befreiungsschlag – ein Schließen des Abwärtsgaps vom 21. September (12.999 zu 13.116 Punkten) – bleibt damit zunächst aus.

Stattdessen zuckt der deutsche Leitindex vor dem Doppelhoch vom vergangenen Donnerstag/Freitag bei 13.101/13.096 Zählern zunächst zurück. Eine rasche Überwindung dieser Widerstandszone wäre nun aber dringend nötig, damit sich der Dax seine Chancen auf der Oberseite erhalten kann.

Wall Street vor Realitätscheck

Für Unsicherheit sorgt die bevorstehende Berichtssaison in den USA. Am Dienstag fällt mit den Quartalsberichten von JPMorgan und Citigroup der inoffizielle Startschuss für die Earnings Season an der Wall Street.

Dann kommt es zum Realitätscheck: Sind die Kurse zu weit vorangeprescht? Oder bestätigen die vorgelegten Quartalsberichte den Optimismus der Anleger?

Biden-Hoffnungen

Derweil scheinen sich die Märkte sich zunehmend mit einem möglichen Machtwechsel im Weißen Haus anzufreunden. "Die Erwartungen sind, dass Biden kommt und ein richtig großes Konjunkturpaket auflegt", meint Prudential-Chefstratege Quincy Krosby.

"Im Falle eines Wahlsieges könnte der Demokrat Joe Biden die Strafzölle gegen China und Europa fallenlassen und wieder mehr auf eine internationale Zusammenarbeit setzen, was Europas Wirtschaftswachstum helfen würde. Das könnte dann auch dem Deutschen Aktienindex ermöglichen, an die Stärke der Wall Street anzuknüpfen", betont Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst beim Brokerhaus CMC Markets.

Corona-Pandemie irrelevant für die Börse?

Die immer weiter steigenden Infektionszahlen blendet die Börse dagegen weiterhin aus. So ist in Europa die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag erstmals über die Marke von 100.000 Fällen geklettert.

Am Montagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 2.467 neue Corona-Infektionen in Deutschland - im Vergleich zum Montag vor einer Woche ist das ein Plus von mehr als 1.000.

China im Plus, Japan im Minus

Nikkei 225 Ind.


Kurs

23.558,69

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-0,26%

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Ungeachtet eines Corona-Ausbruchs in einem Krankenhaus in der chinesischen Millionenmetropole Qingdao steigen in China die Kurse. Der Hang Seng in Hongkong zieht 2,1 Prozent an. An der Börse in Shanghai beträgt das Kursplus derzeit 2,6 Prozent.

In Japan fallen dagegen die Kurse zu Wochenbeginn. Der Leitindex Nikkei notiert zum Börsenschluss in Tokio 0,3 Prozent tiefer. Experten sprechen von Gewinnmitnahmen angesichts der jüngsten Börsenrally und der bevorstehenden US-Berichtssaison.

Tech-Werte zeigen relative Stärke

Die Wall Street hatte am Freitag ihre beste Börsenwoche seit drei Monaten beendet. Der marktbreite S&P 500 schnellte im Wochenverlauf 3,8 Prozent empor – seine stärkste Rally seit Anfang Juli.

Am Freitag schloss der S&P 500 0,9 Prozent höher bei 3.477 Punkten. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,6 Prozent zu auf 28.586 Zähler. Der technologielastige Nasdaq bewies relative Stärke und rückte 1,4 Prozent auf 11.579 Stellen vor.

Hoffnungsschimmer US-Konjunkturpaket

Unterstützend wirkten weiterhin Hoffnungen auf neue Corona-Konjunkturhilfen in den USA. Zwar schätzen Experten die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein solches Paket noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November verabschiedet wird, als recht gering ein. Doch derzeit reicht schon der leiseste Hoffnungsschimmer diesbezüglich aus, um die Kurse zu stützen.

Am Montagmorgen gewinnt der Future auf den Nasdaq 100 0,5 Prozent, der Future auf den Dow Jones tendiert seitwärts.

Dow Jones (Indikation)


Kurs

28.655,74

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S&P 500 (Indikation)


Kurs

3.501,31

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Nasdaq Composite


Kurs

11.579,94

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+1,39%

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Ölpreise fallen weiter

Die Ölpreise setzen am Montag ihre jüngste Abwärtsbewegung fort. Der Preis für die US-Sorte WTI gibt 1,3 Prozent auf 40,08 Dollar je Barrel nach. Ein Barrel der Nordsee-Benchmark Brent kostet mit 42,36 Dollar 1,1 Prozent weniger.

Marktbeobachter machen für die Preisschwäche unter anderem die nach dem Wirbelsturm Delta wieder anlaufende Ölförderung im Golf von Mexiko verantwortlich.

Öl (Brent)


Kurs

42,38

Differenz relativ

-1,00%

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Öl (WTI)


Kurs

40,08

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-1,35%

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Wenig Bewegung dagegen am Goldmarkt: Der Preis für die Feinunze Gold gibt leicht nach auf 1.927 Dollar.

Der Euro tendiert bei 1,1815 Dollar seitwärts.

Euro in US-Dollar


Kurs

1,1792

Differenz relativ

-0,18%

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Gold in US-Dollar


Kurs

1.921,83

Differenz relativ

-0,44%

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Goldman Sachs findet Daimler wieder toll

Daimler


Kurs

49,08

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+1,86%

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Positive Analystenkommentare ermuntern Anleger zum Einstieg bei Daimler. Die Aktie gehört am Montag zu den größten Dax-Gewinnern. Analyst George Galliers von Goldman Sachs stufte die Titel gleich um zwei Stufen von "Sell" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel von 40 auf 60 Euro an. Der Strategietag des Konzerns habe gezeigt, dass sich das Tempo des Wandels beschleunige, begründete er seinen Schritt. Sein Kollege Jose Asumendi von JPMorgan erhöhte das Kursziel von 54 auf 63 Euro und bekräftigte seine Empfehlung "Overweight".

Münchener Rück setzt auf Maschinen

Münchener Rück


Kurs

220,60

Differenz relativ

+0,96%

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Der Versicherer will laut "Welt am Sonntag" sein Industrieservice-Geschäft ausbauen. In Kooperation mit dem Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf wolle der Rückversicherer Maschinen in einer Art Leasing anbieten. Eine ähnliche Kooperation gebe es mit dem Roboterhersteller Kuka, dem Sportwagenbauer Porsche und dessen Beratungstochter MHP.

Daimler und VW könnten CO2-Flottenziele verfehlen

Die deutschen Autobauer, mit Ausnahme von BMW, drohen laut "FAZ" ihre CO2-Flottenziele klar zu verfehlen. Dabei würden VW und Daimler besonders schlecht abschneiden, berichtet eine Studie des Klimaverbands "Transport & Environment".

Nur Jaguar sei, auf Basis der Verkäufe im ersten Halbjahr, weiter von seinem Ziel entfernt. Für Daimler betrage die Lücke neun Gramm je Kilometer, für Volkswagen seien es fünf Gramm. Sowohl Daimler als auch VW könnten die Ziele aber noch erreichen, heißt es weiter. Im EU-Durchschnitt darf der Ausstoß der Neuwagen in den Jahren 2020 und 2021 maximal 95 Gramm je Kilometer betragen.  | mehr

Volkswagen VZ


Kurs

138,20

Differenz relativ

+0,39%

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Daimler


Kurs

49,08

Differenz relativ

+1,86%

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BMW ST


Kurs

64,76

Differenz relativ

+0,09%

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Stabilus: starke Zahlen mit Signalwirkung

Der Autozulieferer Stabilus überzeugt die Anleger mit einer überraschend guten Geschäftsentwicklung. Das Unternehmen hatte am Freitagabend mitgeteilt, es habe dank einer Erholung der weltweiten Fahrzeugproduktion im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2019/20 besser abgeschnitten als erwartet. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi lobt die Resultate. Stabilus dürfte den Startschuss für eine Quartalsberichtssaison gegeben haben, die für Autozulieferer insgesamt besser laufen dürfte als erwartet.

Vor diesem Hintergrund könnte zum Wochenstart auch ein Blick auf Aktien von Continental, Rheinmetall, Schaeffler, Leoni, ElringKlinger und Dürr lohnen.

Stabilus


Kurs

55,10

Differenz relativ

+10,78%

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Continental


Kurs

100,95

Differenz relativ

+0,45%

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Schaeffler VZ


Kurs

5,75

Differenz relativ

-0,95%

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Neuseeland sichert sich möglichen Pfizer-Biontech-Impfstoff

Die neuseeländische Regierung sichert sich den Corona-Impfstoffkandidaten von BioNTech und Pfizer. Rund 1,5 Millionen Dosen der experimentellen Impfstoffes des US-Pharmaunternehmens in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller sollen voraussichtlich bereits im ersten Quartal 2021 zur Verfügung stehen, teilt die Regierung mit. Dies sei ausreichend, um mit der Zweifach-Impfung 750.000 Menschen zu schützen. Verhandlungen mit weiteren Pharmaunternehmen über zusätzliche Dosen zur Impfversorgung aller rund fünf Millionen Einwohner würden fortgesetzt.

Der Pfizer-BioNTech-Impfstoff ist einer der führenden Kandidaten im Rennen um die erste behördliche Genehmigung in den USA und Europa. Neuseeland verzeichnet mit mehr als 1.500 Coronavirus-Fällen - darunter 25 Todesfälle - weit weniger Infektionen als die meisten Industrienationen.

Pfizer


Kurs

31,10

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-0,32%

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Biontech


Kurs

77,56

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+3,14%

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Tesla-Fabrik: Wann wird genehmigt?

Tesla


Kurs

374,00

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+2,06%

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Eine Woche nach dem Ende der Anhörung von Kritikern der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin ist offen, wann das Land abschließend grünes Licht für das Projekt gibt. Das Landesamt für Umwelt werde die Einwendungen unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Erörterung weiter prüfen, sobald das Wortprotokoll vorliege, teilte das Umweltministerium mit. Wann das abgeschlossen sein wird, sei allerdings noch nicht absehbar. Davon hänge letztlich auch die Entscheidung über das umweltrechtliche Genehmigungsverfahren des Landesamts für Umwelt ab.

Tesla will ab Sommer 2021 in Grünheide im Landkreis Oder-Spree mit rund 12 000 Beschäftigten eine halbe Million Autos im Jahr herstellen. Obwohl die abschließende Genehmigung aussteht, macht der Bau schnelle Fortschritte. Tesla baut über vorläufige Teilzulassungen auf eigenes Risiko.

Mallinckrodt: Insolvenzantrag wegen Opioid-Prozessen

Mallinckrodt


Kurs

0,24

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-68,55%

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Der US-Pharmakonzern hat angesichts zahlreicher ihm drohender Prozesse um opioidhaltige Schmerzmittel einen Insolvenzantrag nach Chapter 11 gestellt. Der Konzern strebe eine finanzielle Restrukturierung an und suche neue Vorschläge zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten, erklärte Mallinckrodt. Der Arzneimittelhersteller rechnet mit Belastungen von mehreren Milliarden Dollar. Anwälte und Betroffene werfen Pharmafirmen wie Mallinckrodt vor, die opioidhaltigen Mittel im vollen Bewusstsein über deren süchtig machende Wirkung in großem Stil verkauft zu haben.  | mehr

Etappensieg für Apple gegen Epic

Apple


Kurs

102,26

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Im Streit mit dem Apple hat der Videospielentwickler Epic Games vor Gericht erneut einen Rückschlag erlitten. Eine kalifornische Bezirksrichterin wies in einem am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichten Entscheid einen Eilantrag des Entwicklers zurück, mit dem dieser die Wiederaufnahme seines beliebten "Fortnite"-Spiels in den App Store von Apple erzwingen wollte. Es gebe keinen Anlass für eine Eilentscheidung vor dem eigentlichen Prozess, betonte die Richterin. Dieser wird vermutlich nicht vor Juli kommenden Jahres beginnen.

Der Streit zwischen Apple und den "Fortnite"-Machern hatte sich Mitte August daran entzündet, dass Epic Games ein Update veröffentlicht hatte, das Abgaben an Apple ebenso wie an Google aushebeln sollte. Apple verlangt 30 Prozent der Umsätze, die App-Programmierer auf den Plattformen des Unternehmens erzielen. Nach dem Update hatte der Konzern "Fortnite" umgehend aus seinem App Store entfernt.

Luxus-Onliner Fashionette drängt es an die Börse

Der Handtaschen-Onlinehändler Fashionette will an die Frankfurter Börse und sich mit frischem Geld zum Marktführer in Europa mausern. Fashionette will den Börsengang bis Jahresende über die Bühne bringen. Dabei soll die Ausgabe neuer Aktien Geld für den Geschäftsausbau und mögliche Übernahmen bringen. Zudem will der bisherige Hauptaktionär Genui Fund einen Teil seiner Anteile bei dem Börsengang veräußern.

"Der Börsengang ist für uns der nächste logische Schritt, um unsere Marke noch bekannter zu machen und unser Geschäftsmodell auf andere europäische Länder auszuweiten", sagte Fashionette-Chef Daniel Raab. Im Jahr 2019 erzielte man einen Umsatz von gut 73 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 6,8 Millionen Euro. Für die ersten neun Monate 2020 geht das Management von einem Umsatzwachstum um 24 Prozent aus.